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FITNET - European Fitness-for-Service Network

Defekte wie Risse, Schweißimperfektionen oder Korrosionsfehlstellen in metallischen Bauteilen können sowohl in der Fertigung als auch während des Betriebs entstehen. Wird durch sie das Versagen einzelner Bauteilkomponenten ausgelöst, so kann das insbesondere bei sicherheitsrelevanten Anwendungen wie Flugzeugen, Pipelines, Druckbehältern u.ä. eine ernste Gefahr für Leben und Umwelt nach sich ziehen. Umgekehrt existieren aber auch ungefährliche Fehlstellen, die während der gesamten Lebensdauer eines Bauteils nicht zum Versagen führen. Der Ersatz der entsprechenden Strukturen oder auch die Reparatur der Defekte würden nur unnötige Kosten verursachen oder im schlimmsten Fall sogar die Entstehung tatsächlich gefährlicher Defekte begünstigen. Vor diesem Hintergrund eröffnet die Anwendung einer auf bruchmechanischen Prinzipien aufbauenden Fehlerbewertungsprozedur (fitness-for-service procedure) die Möglichkeit, Fehlstellen in konsistenter Weise zu bewerten und physikalisch begründete Entscheidungen über Maßnahmen wie Reparatur, Austausch, Herabsetzung der Betriebslast oder auch Weiterbetrieb zu treffen. Unabhängig von bereits existieren Entwürfen für solche Prozeduren, z.B. API579, BS7910, besteht die Notwendigkeit europaweit vereinheitlichte Vorschriften mit der Perspektive einer über CEN realisierten europäischen Normung zu erarbeiten.

Dieser Aufgabe stellt sich das unlängst initiierte thematische Netzwerk FITNET. FITNET steht für 'FITness-for-Service NETwork' und ist ein durch die EU teilfinanziertes Arbeitsprogramm zu dem sich unter Führung des GKSS-Forschungszentrums Geesthacht in Deutschland 30 europäische Partner aus Industrie, universitärer und außeruniversitärer Forschung zusammengeschlossen haben, um ihr Know-how einzubringen und die Verbindung zu Forschungsprogrammen auf angrenzenden Gebieten herzustellen. Vertreten sind 14 europäische Länder, darunter Vertreter der EU-Beitrittskandidaten Polen, Slowenien und Ungarn. Ergänzt wird das Vorhaben durch eigenfinanzierte Beiträge weiterer Organisationen und Forschergruppen.

Der Beginn des Netzwerkprojektes war Februar 2002, der Abschluss ist für Februar 2006 vorgesehen. Innerhalb dieses Zeitrahmens umfassen die geplanten Aktivitäten:

  • die Bewertung existierender Prozeduren und weiterer Forschungsergebnisse zu 'Fitness-for Service',
  • die Erstellung einer Beispielsammlung und die Erarbeitung von Weiterbildungsmaterial,
  • öffentliche Seminare und Weiterbildungs-Workshops und
  • die Herstellung von Verbindungen zu CEN mit dem Ziel einer Standardisierung.

Weitere Details finden sich unter der Internetadresse - www.eurofitnet.org

 
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